2. April 2005-2025. "Der Friede ist eine Werkstatt, die allen offensteht. Der Friede ist eine universale Verantwortung." Zwanzig Jahre nach dem Tod des Hl. Papstes Johannes Paul II. sprechen seine Worte immer noch zu einer gespaltenen und eingeschüchterten Welt


"Fürchtet euch nicht! Öffnet, ja reißt die Tore für Christus weit auf! Öffnet die Grenzen der Staaten, der wirtschaftlichen und politischen Systeme, fürchtet euch nicht!"
Mit diesen Worten begann sein Pontifikat am 22. Oktober 1978.

David Maria Turoldo schrieb über ihn: "Wojtyla, du bist der Wind der ungebrochenen Hoffnung der Gefangenen von Auschwitz und nicht nur für dein Polen. Wind der Hoffnung über alle Grenzen hinweg ... Wind, der höher ist als euer Stolz oder als die Menschen, die sich mit endlosen Ängsten abmühen."

In einer Welt, die noch vom Kalten Krieg gespalten war, lud er am 27. Oktober 1986 in Assisi zum ersten Mal in der Geschichte die Führer der großen Weltreligionen ein, um miteinander zu sprechen und für den Frieden zu beten. Eine neue Ära des Dialogs begann, die viele Früchte hervorgebracht und dazu beigetragen hat, Missverständnisse, Misstrauen und Abschottung zu überwinden. An diesem Tag sagte Johannes Paul II.: "Der Frieden ist eine Werkstatt, die allen offensteht, nicht nur den Spezialisten, den Weisen und Strategen. Der Frieden ist eine universale Verantwortung." Ausgehend von diesem historischen Tag entstand eine Friedensbewegung von Männern und Frauen verschiedener Religionen und Kulturen, die bis heute jedes Jahr an den internationalen Treffen teilgenommen haben, die von der Gemeinschaft Sant'Egidio organisiert werden.

Von der ersten Begegnung mit der Gemeinschaft im römischen Stadtteil Garbatella – am 3. Dezember 1978 in einem kleinen Kindergarten, in dem die Gemeinschaft die ärmsten Kinder aufnahm – bis zu den vielen Randgebieten der Welt, die der Papst im Laufe seines langen Pontifikats unermüdlich besuchte, bewahrt die Gemeinschaft die Erinnerung und die Lehre. In der Kirche Sant'Egidio wird seine Ikone verehrt, die anlässlich der Heiligsprechung gemalt wurde.

Weitere Informationen
Worte von Johannes Paul II. an die Gemeinschaft Sant'Egidio
Bilder des Festmahls von Johannes Paul II. mit den Armen von Rom (15/06/2000)
Johannes Paul II. - Reden gegen die Todesstrafe
"Man darf nicht resignieren, der Krieg ist nicht unvermeidbar": Botschaft von Johannes Paul II. an die Gemeinschaft Sant'Egidio am 8. Februar 2003 zu ihrem 35. Jahrestag
Botschaft von Johannes Paul II. zum 36. Jahrestag der Gemeinschaft Sant'Egidio - 7. Februar 2004

 
Buch: Andrea Riccardi, Johannes Paul II. Die Biografie, Echter-Verlag, Würzburg 2012:
Es handelt sich um eine intensive und dokumentierte Biographie des polnischen Papstes, erzählt von einem Historiker und Freund. Riccardi zeichnet das Leben von Karol Wojtyła nach, sein Pontifikat, seine Verbundenheit mit den Armen und seine Rolle in der Geschichte des 20. Jahrhunderts.