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Der Präsident des Niger beim internationalen Treffen “Wege des Friedens”: Nein zur Ungleichheit, Ja zu den Unterschieden. Der Bau von Muern fördert Dogmatismus und Integralismus

10 September 2017 - MÜNSTER, DEUTSCHLAND

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Der Präsident des Niger, Mahamadou Issoufou, prangert in seiner Rede die sozialen Ungleichheiten an, die sein Land quälen. Ein Land, welches ein Drehkreuz und Ausgangspunkt für die Migration nach Europa ist. “Die grundlegendste Ursache der Konflikte, die heute die Welt erschüttern, ist die Ungleichheit. Ungleichheit zwischen reichen und armen Ländern, aber auch innerhalb eines Landes.“

Nachdem er daran erinnert hatte, dass Millionen von Frauen und Kindern nicht zur Schule gehen können und keinen Zugang zu medizinischer Versorgung und Trinkwasser haben, benannte Präsident Issoufou eine weitere Ursache für Konflikte: die Intoleranz. “Die Kulturen bereichern sich gegenseitig, wenn sie sich mischen. Wir müssen akzeptieren, dass der andere anders ist, wenn wir Brücken bauen wollen und nicht Mauern. Eine verschlossene Kultur, die es ablehnt, durch Beiträge von außen bereichert zu werden, geht Hand in Hand mit Dogmatismus und Intoleranz”. Der Dogmatismus, so schloss Präsident Issoufou seine Rede, ist immer gefährlich, weil er zum Terrorismus führt.

Der afrikanische Politiker erinnerte an die Hilfe, die die Gemeinschaft Sant’Egidio seinem Land geleistet hat, als es von einer politischen und institutionellen Krise erschüttert wurde so wie an den Einsatz der Gemeinschaft für den Frieden in der Zentralafrikanischen Republik. “Ich zolle dem unersetzlichen Einsatz der Gemeinschaft Sant’Egidio meinen Respekt für ihre mutigen Initiativen zur Förderung des Dialogs und der Verständigung zwischen Völkern, die weit entfernt und getrennt sind“.