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Freundschaftsabkommen zwischen Sant'Egidio und Rissho Kosei-kai - Dialog und Leidenschaft für die Herausforderungen unserer Zeit

2 November 2016 - ROM, ITALIEN

FriedenGeist von AssisiMarco Impagliazzo

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Im Friedenssaal von Sant'Egidio wurde das "Gemeinsame Freundschaftsabkommen" zwischen Rissho Kosei-kai und der Gemeinschaft unterzeichnet.

Rissho Kosei-kai wurde 1938 von Nikkyo Niwano als buddhistische Laienvereinigung gegründet, die in Japan und anderen Ländern der Welt mit einigen Millionen Mitgliedern tätig ist. Sie hat an zahlreichen interreligiösen Treffen im Geist von Assisi seit dem von Johannes Paul II. einberufenen Treffen am 27. Oktober 1986 teilgenommen. In dieser Zeit ist die Zusammenarbeit mit Sant'Egidio vor allem in den Bereichen Solidarität und Erziehung in verschiedenen afrikanischen Ländern gewachsen. Im Abkommen heißt es: "Unsere bestätigte Zusammenarbeit ist eine reife Frucht dieses Geistes von Assisi, der sich in den vergangenen dreißig Jahren ausgebreitet hat und dessen Wachstum wir gefördert haben, indem wir ihn im Osten und Westen gelebt und verbreitet haben."

Nosho Niwano, die ernannte Präsidentin von Rissho Kosei-kai, sagte: "Durch dieses Abkommen möchten wir eine neue Phase von Nostra Aetate einleiten: weltweit atmet man eine Atmosphäre der Verzweiflung. Die Gemeinschaft Sant'Egidio beschränkt sich nicht auf den Einsatz für den Dialog, sondern ist in den Schwierigkeiten und Herausforderungen unserer Zeit mit Begeisterung tätig." Frau Niwano erinnerte an ihren Besuch in Nigeria vor kurzer Zeit, wo sie den Mitgliedern der Gemeinschaft Sant'Egidio begegnet ist: "Dort habe ich Menschen getroffen, die leidenschaftlich für die Zukunft des Landes tätig sind."

Bei der Unterzeichnung des Abkommens sagte Marco Impagliazzo, der Präsident der Gemeinschaft Sant'Egidio: "Heute gehen wir einen konkreten Schritt weiter auf einem gemeinsamen Weg, um einer leidenden Menschheit beizustehen. Als christliche Laien haben wir die Verantwortung übernommen, in der Werkstatt des Friedens tätig zu sein, die allen offen steht, worauf schon Johannes Paul II. vor dreißig Jahren in Assisi hingewiesen hat. Mit diesem Abkommen greifen wir das lebendige Erbe derer auf, die den Ackerboden durch den Dialog vorbereitet haben."