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Unterricht für mosambikanische Flüchtlinge in Luwani durch die Jugend für den Frieden: Die Hoffnung ist stärker ist das Böse

30 August 2016

MosambikMalawiJugend für den Frieden

Bericht der Jugendlichen aus Rom und Padua, die zwei Wochen in Malawi verbracht haben

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Zwanzig Jugendliche der Bewegung Jugend für den Frieden aus Rom und Padua haben zwei schöne und intensive Wochen mit dem DREAM-Programm in Malawi verbracht und vor allem im Ernährungszentrum John Paul II in Blantyre mitgeholfen. Es waren Tage voller Begegnungen und Geschichten mit den Gemeinschaften von Sant'Egidio in Malawi und ihrer Freundschaft zu den Armen. Hier ein beeindruckender Bericht über den Besuch im Flüchtlingslager von Luwani, wo ca. 4000 Mosambikaner leben, die vor den Kämpfen der vergangenen Jahre aus ihrem Land geflohen sind.

Eine lange Schotterstraße führt von der Hauptstraße zum Flüchtlingslager von Luwani. Auf der anderen Seite der Hügel liegt Mosambik. Am Horizont sieht man die majestätischen Affenbrotbäume mit ihren jahrhundertealten Stämmen und ihrer stolzen Haltung; sie sind Hüter einer noch nicht so alten Erinnerung von vor zwanzig Jahren, die noch nicht verarbeitet ist. Damals erlebten sie die sich mühsam dahinschleppenden Karawanen von Kindern, Erwachsenen und alten Menschen auf der Flucht vor einem blutigen Bürgerkrieg, der Mosambik zum ärmsten Land der Welt machte. Millionen Opfer, Millionen Flüchtlinge. Ein zerstörtes Land. Dann folgte das in Sant'Egidio unterzeichnete Friedensabkommen und das über zwanzigjährige Bemühen, eine neue Zukunft aufzubauen.

Jetzt erleben die alten Affenbrotbäume erneut mit ungläubigem und leidvollem Blick eine neue Generation von Mosambikanern, die aufgrund von Kämpfen, die seit einem Jahr das Geschenk des Friedens gefährden, zur Flucht aus dem eigenen Land gezwungen sind. In den Augen dieser verängstigten und schutzlosen Kinder sieht man den Krieg. Einige verstecken sich vor einem großen Fotoapparat, anderen wollen sich nicht umarmen lassen. Dann kommen die Mütter und Väter mit der Last im Herzen, dass sie ihren Kindern keine Zukunft in Frieden garantieren können.

Wir bringen Rucksäcke als Geschenk für die Schule mit. Ja, denn die Hoffnung ist stärker als die Resignation und schenkt neue Zukunftsperspektiven, auch wenn die Gegenwart sehr leidvoll ist. Dann folgen Lieder, Tänze und Sketsche. Viele, viele Kinder eilen mit ihren Familien herbei und schauen zu. Am Ende sind es ca. einhundert. Hinter ihnen sieht man viele Reihen von Zelten, die bis zum Horizont reichen. Alle sind voller Sand und der Sonne ausgesetzt. Es ist das arme Schauspiel eines ruhigen Lebens im Schutz vor dem Krieg.

Die flehenden Blicke der Kinder bleiben in unserem Herzen eingeprägt. Ihre Rufe nach Frieden, werden durch das Böse erstickt. Doch genau deshalb steigen sie zum Himmel hinauf und bitten uns, sie aufzunehmen.

Wir kehren nach Italien mit vielen Geschichten im Herzen zurück und auch mit der Wissen, dass man mehr wagen und mit größerer Kühnheit leben muss, wo das Böse stark ist. Aus dem Evangelium wissen wir, dass das Gute stärker ist und das Leben den Tod besiegt. Mit dieser Sicherheit wollen wir unseren Einsatz beim Aufbau einer Welt in Frieden mit neuer Kraft leben.