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Gedenken in Ungarn an den Porajmos, die Vernichtung der Roma

5 August 2016 - BUDAPEST, UNGARN

UngarnRassismusRoma und Sinti

Gleichzeitig Gedenken an die Morde mit rassistischem Hintergrund von 2009

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Am 2. August, dem Gedenktag an den Porajmos (die Vernichtung der Roma im Zweiten Weltkrieg) hat die Gemeinschaft Sant’Egidio einen Ökumenischen Gottesdienst in der Kirche des Heiligsten Herzens Jesu gefeiert.

Neben der Gedenkfeier an die Opfer des Holocausts an den Roma wurde auch der Opfer von Kisléta gedacht, wo in der Nacht desselben Tages im Jahr 2009 Mária Balog getötet und ihre damals dreizehnjährige Tochter verwundet wurde. Es war einer von einer Reihe von Morden mit rassistischem Hintergrund, bei denen in jenem Jahr sechs Menschen ums Leben kamen und zahlreiche Personen der Roma verwundet wurden. 

Anwesend waren auch Vertreter der Bischofskonferenz und der christlichen Konfessionen in Ungarn. Viele Roma und Nichtroma zündeten Kerzen zum Gedenken an die Opfer an. Auch Éva Fahidi war gekommen, eine Augenzeugnis des Romamassakers von Auschwitz-Birkenau am 2. und 3. August 1944.