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Die humanitären Korridore zeigen ein humanes Gesicht eines helfenden Italiens. Viele Kinder sind heute aus Syrien angekommen

26 April 2017 - ROM, ITALIEN

EinwanderungHumanitäre Korridore

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„Die humanitären Korridore sind ein in Italien entstandenes Projekt, das sich jetzt auf ganz Europa ausweitet. Dabei werden Personen dem Menschenhandelt entrissen, Italien zeigt ein humanes Gesicht, weil es Hilfe leistet und sich um die Syrer kümmert, die unter einem nicht endenden Krieg leiden. Sie werden nicht nur aufgenommen, sondern sofort integriert und verlängern nicht die Schlangen in den Flüchtlingslagern. Die Kinder werden sofort Kinder unserer Städte und besuchen die Schule, die Erwachsenen lernen sofort unsere Sprache und erlernen unsere Kultur.“

Mit diesen Worten hat Marco Impagliazzo, der Präsident der Gemeinschaft Sant’Egidio, heute Vormittag die achte Gruppe von neu angekommenen syrischen Flüchtlinge begrüßt. Heute und morgen werden es insgesamt 125 Ankömmlinge sein, sodass nunmehr 800 Personen durch das Projekt nach Italien gekommen sind. „Bald werden es 1000 Personen sein, es ist ein erster Schritt des großen Projektes, das fortgesetzt wird. Es gibt schon eine Zusage aus dem Innenministerium, dass das Projekt auf weitere Personen ausgeweitet werden wird.
Das Projekt verläuft erfolgreich und wurde auch in Frankreich, vom Vatikan, San Marino, anderen Einrichtungen und hoffentlich bald auch in Spanien übernommen.“

In der heutigen Gruppe sind sehr viele Kinder (über die Hälfte). Die Familien kommen aus Orten, die schwer vom Konflikt betroffen sind: Homs, Aleppo, Damaskus, Latakia, Raqqa, Hasaka, Tartous. Sie werden von Gemeinden, Pfarreien und Verbänden in verschiedenen italienischen Regionen aufgenommen (Kalabrien, Emilia-Romagna, Friaul, Latium, Lombardei, Marken, Piemont, Apulien, Toskana, Trient, Umbrien, Venetien).


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