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Sant'Egidio wird heute 51 Jahre alt. Samstag feiert die Gemeinschaft in Rom mit allen Freunden der Armen und des Friedens

6 Februar 2019

Sant'Egidio

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Am Ende der Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum versammelt sich die Gemeinschaft Sant’Egidio zu einem feierlichen Gottesdienst in der Lateranbasilika, dem der Kardinalvikar Angelo De Donatis vorsteht.

Es kommt das „Volk von Sant’Egidio“ aus allen Altersschichten und Stadtvierteln Roms mit den Armen zusammen, die zur Gemeinschaft gehören, und mit vielen Freunden, die ihren Weg begleiten, sowie mit Vertretern der Institutionen, der Politik, der christlichen Kirchen und der anderen Religionen. Am Ende der Liturgie wird eine Fest mit allen Teilnehmern gefeiert: mit bedürftigen alten Menschen, um die sich Sant’Egidio in besonderer Weise kümmert, mit Obdachlosen, die in diesem Winter besonders gelitten haben – allein in Rom starben 12 Menschen auf der Straße – mit behinderten Menschen der Kunstwerkstätten und Arbeitsprojekte, mit Immigranten, die durch die Gemeinschaft eine Hilfe bei der Integration erfahren oder durch die humanitären Korridore eingereist sind, und auch mit einigen Frauen, die Opfer des Menschenhandels geworden sind und bei der Eingliederung in das gesellschaftliche Leben begleitet werden.

In diesem Volk vermischen sich die Helfenden mit denen, die Hilfe erfahren, denn alle können unentgeltlich etwas für Andere tun. Dieses Volk spürt in unserer Zeit mit größerer Dringlichkeit das Bedürfnis, für den Frieden tätig zu sein, der in zu vielen Teilen der Welt bedroht ist.

https://www.facebook.com/santegidio.org/videos/526531637869857/?t=0

Die Geschichte von Sant’Egidio begann am 7. Februar 1968 in Rom, als Andrea Riccardi mit einer kleinen Gruppe von Schülern die Welt verändern wollte. Heute ist Sant’Egidio auf allen Kontinenten anwesend mit über 60.000 Menschen aller Altersgruppen und sozialen Schichten. Die Gemeinschaft hat ihr 50. Jubiläum gefeiert mit einem Blick auf die Zukunft und den Einsatz in einer globalen Welt, die immer weniger Bezugspunkte besitzt. Papst Franziskus hat der Gemeinschaft Sant’Egidio einen neuen Namen gegeben und sie auf „Gemeinschaft der drei Ps“ getauft (auf Italienisch: preghiera, poveri, pace; auf Deutsch: Gebet, Arme, Frieden), als er sie im März 2018 in Santa Maria in Trastevere zum Jubiläum besucht hat und ihr eine Mission anvertraute: „Es ist die Sendung, das menschliche Gefüge der Randgebiete, das Gewalt und Verarmung zerrissen haben, geduldig neu zu knüpfen; das Evangelium mitzuteilen durch die persönliche Freundschaft; zu zeigen, wie ein Leben wirklich menschlich wird, wenn es an der Seite der Ärmsten gelebt wird; eine Gesellschaft zu schaffen, in der niemand mehr ein Fremder ist. Es ist die Sendung, Grenzen und Mauern zu überwinden, um Menschen zu vereinen.“

Den Namen hat die Gemeinschaft von der Kirche übernommen, dem ehemaligen Kloster Sant’Egidio mitten in Trastevere, wo sie sich Anfang der 70er Jahre niedergelassen hat. Dort begann ein Abenteuer, das die Gemeinschaft zu den menschlichen und existentiellen Peripherien verschiedener Kontinente geführt hat, zum Einsatz für die Armen aller Art (Obdachlose, einsame alte Menschen, Straßenkinder in Afrika und Lateinamerika, sowie Kinder, die in den Schulen des Friedens aufwachsen), zum Programm zur Behandlung von AIDS und zur Geburtenregistrierung der Kinder (durch die Projekte DREAM und BRAVO!), zum interreligiösen Dialog im „Geist von Assisi“ und zur Arbeit für dem Frieden in zahlreichen Ländern der Welt, vor allem in Afrika, nachdem die Gemeinschaft erfolgreich für Mosambik vermittelt hat, als am 4. Oktober 1992 ein Bürgerkrieg mit über einer Million Todesopfern beendet werden konnte.

Heute wird auf verschiedenen Ebenen der Einsatz zum Aufbau einer menschlicheren Welt fortgesetzt durch die Sorge um Obdachlose, die Überwindung von sozialer Isolation oder die humanitären Korridore, um Menschenleben auf der Flucht zu retten und die Integration von Geflüchteten zu fördern und viele andere Aspekte von Engagement.

In Rom wird ein Fest mit allen Freunden der Gemeinschaft und Vertretern der Institutionen gefeiert; es bildet den Anfang zahlreicher Feiern in über 70 Ländern, wo Sant’Egidio in Europa, Afrika, Asien und Amerika anwesend ist.

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