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Der Welttag des Migranten und Flüchtlings ermutige Europa zur Förderung der Integration – vorbildliches Modell der humanitären Korridore zur Nachahmung

13 Januar 2018

Papst FranziskusHumanitäre Korridore

Die Gemeinschaft: „Noch zu viele Todesopfer im Mittelmeer“

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Am Welttag des Migranten und Flüchtlings ruft die Gemeinschaft Sant’Egidio vor allem dazu auf, der zu vielen Todesopfer zu gedenken, die immer noch im Mittelmeer vor den Toren Europas zu beklagen sind. Wieder werden nach den Angaben des Hochkommissariats der UNO  allein in der vergangenen Woche160 Menschen vermisst.

Sant’Egidio schließt sich dem Appell von Papst Franziskus an, man solle  Flüchtlinge „aufnehmen, beschützen, fördern und integrieren“. Die Gemeinschaft hat an der Feier im Petersdom mit einer Gruppe von Migranten und Flüchtlingen teilgenommen, die durch die humanitären Korridore angekommen sind, und ermutigt die Länder der Union, dieses schon in Italien, Frankreich und Belgien eingeführte Modell zu übernehmen, das aus einer Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft und Institutionen besteht und schon erfolgreich arbeitet. Es werden nicht nur Menschenleben gerettet, die humanitären Korridore befreien die Migrantenfrage auch von gefährlicher Instrumentalisierung und führen sie auf ihre wahre Natur zurück.

Wie schon Präsident Mattarella in seinem an den Papst gerichteten Brief am Beginn des Jahres geschrieben hat, „muss die Europäische Union das Migrationsphänomen mit Weitblick und strukturell angehen“. Denn es muss der wichtige wirtschaftliche und soziale Beitrag hervorgehoben werden, den viele gut integrierte Ausländer schon seit Jahren in Europa leisten. Sie tragen dadurch zu seinem Reichtum und zur Entwicklung bei. In Anbetracht der niedrigen Geburtenrate ruft diese Entwicklung auch zum Nachdenken auf über das Bedürfnis unseres Kontinents nach legaler Zuwanderung.