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Gesichter und Geschichten der Flüchtlinge, die durch die humanitären Kanäle ohne Risiko nach Italien kommen können

26 Februar 2016

Humanitäre Korridore
SyrienFlüchtlinge

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Badee'ah, Mariam, der kleine Aboudi und der junge Rami sind aus Syrien geflohen, müssen jetzt aber ihr Leben nicht auf dem Meer aufs Spiel setzen. Durch die humanitären Kanäle, die von der Gemeinschaft Sant'Egidio, der Union der Evangelischen Kirchen in Italien und der Waldensertafel mit dem Außen- und Innenministerium Italiens eingerichtet wurden, können sie legal und sicher mit weiteren einhundert Flüchtlingen nach Italien einreisen.

 
Mariam, 72 Jahre, lebte in der Region Hasake. Sie ist assyrische Christin und wie viele aus dieser Region Syriens geflogen, um nicht getötet oder entführt zu werden. Sie lebte allein, weil ihre Verwandten alle emigriert waren. Nur ein entfernter Neffe besuchte sie ab und zu.
 
Badee'ah, 53 Jahre, wird von allen "Mama" genannt. Denn im Lager Tel Abass suchen alle nach ihr, wenn sie Probleme haben. Sie ist mit den Verwandten, insgesamt sieben Familien, aus Homs geflohen und hat in diesen baufälligen Baracken im Norden von Tripoli wenige Kilometer von der syrischen Grenze entfernt Zuflucht gefunden. Dort wurde ihr von den Ehrenamtlichen der Gemeinschaft Papst Johannes XXIII. geholfen, bevor sie eines Tages die gute Nachricht von den humanitären Kanälen erhielt. Seitdem hat sie alle davon überzeugt, auf die Abreise nach Rom zu warten und die Reisen der Verzweiflung über das Mittelmeer zu vermeiden, denn dadurch sind zu viele und viele Bekannte ums Leben gekommen. 
Aboudi, 4 Jahre, hat schon ein paar Worte Italienisch gelernt. Er spielt auf seinem Bettchen neben einem einfachen Ofen mitten in der Baracke.
Rami, 28 Jahre, ist ein syrischer Flüchtling, der mit seinem Sohn Aboudi aus dem Lager Tel Abbas nach Rom reisen kann.