Gebet für die Kranken

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Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Hosea 2,16.17b.19-22

Darum will ich selbst sie verlocken. Ich werde sie in die Wüste gehen lassen und ihr zu Herzen reden. Ich werde die Namen der Baale in ihrem Mund beseitigen, sodass niemand mehr ihre Namen anruft. Ich schließe zu ihren Gunsten an jenem Tag einen Bund mit den Tieren des Feldes und den Vögeln des Himmels und den Kriechtieren des Erdbodens. Bogen, Schwert und Krieg werde ich zerbrechen und aus dem Land verbannen und sie in Sicherheit schlafen lassen. Ich verlobe dich mir auf ewig; ich verlobe dich mir um den Brautpreis von Gerechtigkeit und Recht, von Liebe und Erbarmen, ich verlobe dich mir um den Brautpreis der Treue: Dann wirst du den HERRN erkennen.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Man kennt die Familiengeschichte des Propheten Hosea, erzählt in den ersten drei Kapiteln des Buches, aus dem der Abschnitt entnommen ist, den wir gelesen haben. Hosea ist mit Gomer verheiratet, die den Beruf der Prostituierten ausübt. Gott zwingt ihn, sie weiterhin zur Frau zu haben. Diese Botschaft scheint uns nur schwer verständlich. Doch die Drastik der Situation ist auch uns eine Lehre, und soll auch uns zum Nachdenken bringen. In der Frau, die sich prostituiert, ist Israel dargestellt, Israel, das weiter den Bund mit dem Herrn verrät. Dieser fordert Hosea auf, Gomer als seine Frau zu behalten, um zu zeigen, wie unerschütterlich Gottes Liebe zu Israel trotz dessen wiederholten Verrates ist. In diesem Abschnitt, den wir gelesen haben, scheint die Stärke der Liebe Gottes auf, der sein Volk, obwohl es ihn verrät, weiter umwirbt, um es in die Treue zum Bund mit ihm zurückzuführen. Gott hatte Israel alles gegeben, das Land mit seinen Gütern - "Brot und Wasser, Wolle und Leinen, Öl und Getränke" -, und doch folgte Israel weiter den Götzen, die gleichsam zu seinen Geliebten geworden waren und an die es noch immer sein Herz hängte. Der Herr jedoch gibt sich angesichts der Vergesslichkeit und auch des Verrats seines Volkes nicht geschlagen. Er tut alles, um das Herz seines Volkes zurückzuerobern: Er klagt an, er spricht, er versucht es daran zu hindern, den Götzen nachzulaufen, er nimmt ihm die Gaben, die er ihm gewährt hatte. Doch alles scheint nutzlos, bis der Herr das Volk in die Wüste führt. Dort, am Ort der Entbehrung und des Todes, kann Gott zum Herzen seines Volkes sprechen und lässt es so die Stärke und Süße der Liebe wiederentdecken, mit der es geliebt wird: "ich verlobe dich mir um den Brautpreis der Treue: Dann wirst du den Herrn erkennen."