Vorabend des Sonntags

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Gedenktag des heiligen Kirchenvaters und Mönchs Johannes, der im achten Jahrhundert in Damaskus lebte, seine Güter an die Armen verteilte und in das Kloster San Saba bei Jerusalem eintrat. Gebet für die Christen in Syrien.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jesaja 30,19-21.23-26

Ja, du Volk auf dem Zion, das in Jerusalem wohnt, ganz sicher wirst du nicht mehr weinen. Ganz sicher wird er dir gnädig sein auf die Stimme deines Hilfegeschreis hin; sobald er es hört, antwortet er dir. Der Herr wird euch Brot der Not und Wasser der Bedrängnis geben und deine Lehrer werden sich nicht mehr verbergen, sondern deine Augen werden stets deine Lehrer sehen. Deine Ohren werden ein Wort hinter dir hören: Dies ist der Weg, geht ihn, auch wenn ihr nach rechts oder links abbiegen wolltet! Dann wird er Regen geben deiner Saat, die du auf den Acker gesät hast, und das Brotkorn, der Ertrag des Ackers, wird üppig und fett sein. Deine Herden werden an jenem Tag auf weiten Wiesen weiden. Die Rinder und Esel, die den Acker bearbeiten, fressen Futter mit Sauerampfer, das man mit Schaufel und Gabel ausstreut. Auf jedem hohen Berg und auf jedem aufragenden Hügel werden Bäche, Wasserläufe sein am Tag des großen Mordens, wenn Türme einstürzen. Dann wird das Licht des weißen Mondes wie das Licht der heißen Sonne und das Licht der heißen Sonne wird siebenfach hell sein wie das Licht von sieben Tagen, an dem Tag, an dem der HERR den Bruch seines Volkes verbindet und die Wunde seines Schlages heilt.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Prophet verspricht den Einwohnern Jerusalems, dass die Zeit der Trauer bald vorüber sein wird. Wenn wir an die Zeit der Pandemie denken, die auf so dramatische Weise die gesamte Welt heimgesucht hat, können wir verstehen, wie machtvoll diese Worte Jesajas sind. Während wir auf das kommende Weihnachtsfest warten, werden wir durch die Kraft dieser Worte bestärkt. Der Prophet erweckt den Eindruck, dass die bevorstehende Hilfe Gottes und sein Heilswirken auch vom Gebet des Volkes abhängen: "Ganz sicher wird er dir gnädig sein auf die Stimme deines Hilfegeschreis hin; sobald er es hört, antwortet er dir." Der Herr ist nicht taub gegenüber dem Gebet seines Volkes. Schon als das Volk Israel in der Sklaverei Ägyptens lebte, hatte er immer aufmerksam auf seine Hilferufe geachtet. "Deine Ohren werden ein Wort hinter dir hören: Dies ist der Weg, geht ihn, auch wenn ihr nach rechts oder links abbiegen wolltet!" Wenn die Gläubigen beständig auf Gottes Wort hören, werden sie in der Menschheitsgeschichte mit Gewissheit den Weg der Weisheit finden, der zu einer neuen Blüte des Landes führt: "Dann wird er Regen geben deiner Saat, die du auf den Acker gesät hast... Deine Herden werden an jenem Tag auf weiten Wiesen weiden." Unerlässliche Voraussetzung dafür ist ein offenes Herz, um auf Gottes Wort zu hören. Abschließend wird in diesem Abschnitt in apokalyptischer Weise von Veränderungen an Sonne und Mond gesprochen und dadurch auf die Mühsal des Gottesvolkes auf seinem Weg durch die Menschheitsgeschichte hingewiesen. Alle Bereiche der Geschichte erfahren das Ende einer Welt und den Anfang einer neuen Welt. In dieser Übergangsphase sollen die Gläubigen auf die Stimme des Herrn hören und für sich und die anderen den richtigen Weg suchen. Der Herr kennt die Mühsal unseres Lebens wie auch unsere Ängste und Verzagtheit angesichts des Bösen und der Gewalt. Er tritt in die Menschheitsgeschichte ein und hat wie der barmherzige Samariter Mitleid mit unserer verwundeten Welt, damit sie Hilfe erfährt und geheilt wird. Auch uns fordert er auf, ihn bei diesem Werk der Barmherzigkeit zu begleiten.