Gedenken an die Heiligen und die Propheten

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Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Lukas 9,1-6

Dann rief er die Zwölf zu sich und gab ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen und um Krankheiten zu heilen. Und er sandte sie aus, das Reich Gottes zu verkünden und die Kranken gesund zu machen. Er sagte zu ihnen: Nehmt nichts mit auf den Weg, keinen Wanderstab und keine Vorratstasche, kein Brot, kein Geld und kein zweites Hemd! Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst! Wenn euch aber die Leute nicht aufnehmen, dann geht weg aus jener Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie! Die Zwölf machten sich auf den Weg und wanderten von Dorf zu Dorf. Sie verkündeten das Evangelium und heilten überall.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das heutige Evangelium berichtet von der Aussendung der Zwölf. Jetzt sendet Jesus sie aus, damit sie wie er den Sendungsauftrag erfüllen. Er verleiht ihnen dieselbe Kraft und Vollmacht, wie auch er sie besitzt: Er "gab ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen und um Krankheiten zu heilen." Die Zwölf sollen denselben Auftrag erfüllen wie Jesus: die Verkündigung des Reiches, also der neuen Welt, die Gott durch das Wirken Jesu begonnen hat, und die Heilung der Kranken zum Zeichen ihrer konkreten Verwirklichung. Wer einen solchen Sendungsauftrag übernimmt, darf sich nicht selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern muss in allem ein Diener des Evangeliums sein und denselben missionarischen Eifer verspüren wie diese ersten Zwölf, sodass sie begeistert von Haus zu Haus, von Dorf zu Dorf und von Stadt zu Stadt gingen. Die Botschaft des Evangeliums darf niemandem vorenthalten werden. Ihr einziger Reichtum war das Evangelium, das in seiner Reinform und ohne Zusätze oder Hintergedanken verkündet werden muss; und das gilt auch für die Jünger von heute. Den Jüngern Jesu muss bewusst sein, dass das Evangelium sich selbst genügt. Es ist Sauerteig und Licht, das verwandelt. Deshalb weist Jesus die Zwölf an: "Nehmt nichts mit auf den Weg, keinen Wanderstab und keine Vorratstasche, kein Brot, kein Geld und kein zweites Hemd!" Ihr einziger Reichtum und ihre einzige Kraft ist das Evangelium. Allerdings kann es geschehen, dass das Evangelium nicht akzeptiert wird. Dennoch darf die Verkündigung niemals aufhören, sondern muss "von Dorf zu Dorf" getragen werden. Das Evangelium ist Gottes Geschenk an alle Völker, und die Jünger sind seine Zeugen.