Gedenken an die Apostel

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Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn wir mit ihm sterben,
werden wir mit ihm leben,
wenn wir mit ihm ausharren,
werden wir mit ihm herrschen.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Apostelgeschichte 1,21-26

Es ist also nötig, dass einer von den Männern, die mit uns die ganze Zeit zusammen waren, als Jesus, der Herr, bei uns ein und aus ging, angefangen von der Taufe durch Johannes bis zu dem Tag, an dem er von uns ging und in den Himmel aufgenommen wurde - einer von diesen muss nun zusammen mit uns Zeuge seiner Auferstehung sein. Und sie stellten zwei Männer auf: Josef, genannt Barsabbas, mit dem Beinamen Justus, und Matthias. Dann beteten sie: Du, Herr, kennst die Herzen aller; zeige, wen von diesen beiden du erwählt hast, diesen Dienst und dieses Apostelamt zu übernehmen! Denn Judas hat es verlassen und ist an den Ort gegangen, der ihm bestimmt war. Sie warfen das Los über sie; das Los fiel auf Matthias und er wurde den elf Aposteln zugezählt.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn wir mit ihm sterben,
werden wir mit ihm leben,
wenn wir mit ihm ausharren,
werden wir mit ihm herrschen.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Freundschaft zum Herrn ist nicht selbstverständlich, nicht nur weil die Welt feindselig ist, sondern auch, weil sie eine wirkliche und echte Neugeburt erfordert, wie Jesus zu Nikodemus sagte. Deshalb vergleicht Jesus den Glauben mit einer Geburt, die das Ergebnis einer langen und mühseligen Schwangerschaft ist. Man glaubt nicht unvermittelt, weil man sich für begabt oder geeignet hält. Glaube ist auch kein spontanes Resultat einer natürlichen Veranlagung. Man wird eben nicht als Christ geboren, darum muss man sich immer bemühen. Wie die Frau in einer Schwangerschaft persönlichen Anteil hat am Wachstum des neuen Lebens in ihrem Schoß und die Entwicklung des Kindes nicht das Ergebnis ihrer Fähigkeiten ist, so wächst und gedeiht das Wort Gottes, wenn es im Herzen aufgenommen wird. Es schafft neues Leben, indem es mit seiner Vollmacht in dem wirkt, der es aufnimmt. Es wirkt auch bei Hindernissen, die teilweise von uns selbst geschaffen werden. Daher dürfen wir nicht mutlos werden, wenn wir an Grenzen stoßen und uns schwertun, das Wort Gottes zu leben. Wir dürfen nicht aufgeben, wenn wir es vergessen, weil wir nicht danach leben oder meinen, es sowieso schon zu kennen. Die Beschäftigung mit dem Wort Gottes erfordert Geduld und Ausdauer. Wenn wir aber unser Herz davon führen lassen und keine Widerstände in den Weg legen, werden wir die aufregende Erfahrung von innerlichem Wachstum machen. Veränderungen und Weisungen des Wortes Gottes schränken natürlich auch unsere Gewohnheiten und unser Ich ein, das kann auch Trauer mit sich bringen. Doch in der Tiefe werden wir die Sanftmut der göttlichen Liebe erfahren. Darüber spricht das Evangelium. Niemand kann uns das rauben, denn es ist eine Frucht unseres Zuhörens.