Gedenken an die Heiligen und die Propheten

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Gedenktag des heiligen Pankratius († 304), der mit 14 Jahren aus Liebe zum Evangelium zum Märtyrer wurde. Gebet für die Jugendlichen, dass sie dem Evangelium und dem Herrn begegnen mögen.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Johannes 16,12-15

Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in der ganzen Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird reden, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird. Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

"Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen." Diese Worte enthalten keinen Tadel. Jesus geht eher davon aus, dass die Jünger die gesamte Tragweite des Evangeliums noch nicht erfassen können. Das Evangelium setzt keine besondere Weisheit oder Intelligenz voraus, und Jesus sucht auch nicht Mächtige und Starke, denen er seine Sendung anvertraut. Das Gegenteil scheint eher der Fall zu sein. Denn sein Wort ist kein schwieriges Lehrwerk und auch keine komplizierte Ideologie, die nur wenige verstehen und erfassen können. Die Lehre des Evangeliums schenkt eine einfache und doch starke Kraft, die das Herz erfüllt und das Leben verwandelt. Alle können das Evangelium aufnehmen und leben. Es ist ein machtvolles Wort, voller Energie und überfließender Barmherzigkeit. Die Jünger sollen es nur wirken lassen, es nicht einschränken und ihm keine Hindernisse in den Weg legen. Der Heilige Geist wird "euch in der ganzen Wahrheit leiten", sagt Jesus. Der Geist wird uns auf Schwächen und auf unsere banale Engherzigkeit hinweisen. Der Geist befreit uns von unserer Hartherzigkeit, von Verschlossenheit und Geiz. Wenn wir uns vom Geist führen lassen, werden wir die Zukunft entdecken, indem wir von einer besseren Welt träumen. Der Geist ist die Quelle des Lebens und der Inspiration. Er macht die Jünger zu Bauleuten einer Zukunft für alle Völker, die Jesus bei seinem Kommen auf Erden begonnen hat. Der Anfang der Neunzigerjahre in Moskau getötete Priester Alexander Men sagte, dass wir beim Verständnis des Evangeliums noch am Anfang stünden und viele Worte erst noch in ihrer ganzen Tiefe erfassen müssten. Jahre vorher sagte der heilige Johannes XXIII. kurz vor seinem Tod: "Nicht das Evangelium verändert sich, wir sind es, die es besser verstehen." Das ist das Werk des Geistes, der bis heute und in allen Generationen wirksam ist.