Gedenken an die Heiligen und die Propheten

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Gedenktag des heiligen Anselm († 1109), Benediktinermönch und Bischof von Canterbury, der aus Liebe zur Kirche das Exil auf sich nahm.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Johannes 6,35-40

Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben. Aber ich habe euch gesagt: Ihr habt gesehen und doch glaubt ihr nicht. Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen; denn ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Das aber ist der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich keinen von denen, die er mir gegeben hat, zugrunde gehen lasse, sondern dass ich sie auferwecke am Jüngsten Tag. Denn das ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, das ewige Leben hat und dass ich ihn auferwecke am Jüngsten Tag.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

"Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben". Endlich erfüllt sich die Verheißung Gottes. Jesus antwortet auch auf den im Herzen der Menschen verborgenen Hunger nach Heil, auf den Hunger nach Sinn und einem Leben, das nicht mit dem Tod endet und zum vollkommenen Glück führt. Jesus ist die vom Himmel herabgekommene Antwort. Alle können sie erhalten und sich zu eigen machen. Jesus merkt jedoch betrübt an, dass viele sein Wort nicht annehmen, obwohl sie die von ihm vollbrachten Zeichen gesehen haben. Er bekräftigt seine Bereitschaft, alle aufzunehmen: "Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen". Wer zu Jesus kommt, wird sicher aufgenommen. Es genügt anzuklopfen, um Antwort zu bekommen. Hat Jesus nicht schon bei anderer Gelegenheit zur Menge gesagt: "Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken" (Mt 11,28)? Im Übrigen ist er doch deswegen vom Himmel herabgekommen, um den Willen des Vaters zu erfüllen, der ihn gesandt hat. Dieser Wille ist eindeutig: Er soll keinen der ihm Anvertrauten verloren gehen lassen. Unablässig bemüht sich Jesus darum, dass alle gerettet werden und keiner verloren geht. Das ist sein eigentliches und einziges "Pastoralprogramm", das im Gleichnis vom verlorenen Schaf in aller Deutlichkeit erläutert wird. Darin beschreibt Jesus nicht nur seine Leidenschaft, auch wenn es nur um ein verlorenes Schaf geht. Er will auch seine Bereitschaft zeigen, zum Heil eines jeden Verlorenen Gefahren auf sich zu nehmen und schwierige Wege einzuschlagen. Das ist die ständige Sorge Jesu, und er möchte, dass dies auch die Sorge der Kirche und seiner Jünger wird.