Gedenken an die Mutter des Herrn

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Gedenktag des heiligen Philipp Neri († 1595), der „Apostel Roms" genannt wird.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Geist des Herren ruht auf dir,
der von dir geboren wird, wird heilig sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Apostelgeschichte 20,17-27

Von Milet aus schickte er jemanden nach Ephesus und ließ die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen. Als sie bei ihm eingetroffen waren, sagte er: Ihr wisst, wie ich vom ersten Tag an, seit ich die Provinz Asien betreten habe, die ganze Zeit in eurer Mitte war und wie ich dem Herrn in aller Demut diente unter Tränen und vielen Prüfungen, die ich durch die Nachstellungen der Juden erlitten habe, wie ich nichts verschwiegen habe von dem, was heilsam ist. Ich habe es euch verkündet und habe euch gelehrt, öffentlich und in den Häusern. Ich habe vor Juden und Griechen Zeugnis abgelegt für die Umkehr zu Gott und den Glauben an Jesus, unseren Herrn. Und siehe, nun ziehe ich, gebunden durch den Geist, nach Jerusalem und ich weiß nicht, was dort mit mir geschehen wird. Jedoch bezeugt mir der Heilige Geist von Stadt zu Stadt, dass Fesseln und Drangsale auf mich warten. Aber ich will mit keinem Wort mein Leben wichtig nehmen, wenn ich nur meinen Lauf vollende und den Dienst erfülle, der mir von Jesus, dem Herrn, übertragen wurde: das Evangelium von der Gnade Gottes zu bezeugen. Und siehe, ich weiß, dass ihr mich nicht mehr von Angesicht sehen werdet, ihr alle, zu denen ich gekommen bin und denen ich das Reich verkündet habe. Darum bezeuge ich euch am heutigen Tag: Ich bin rein vom Blut aller. Denn ich habe mich der Pflicht nicht entzogen, euch den ganzen Ratschluss Gottes zu verkünden.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Hier sind, Herr, deine Diener,
uns geschehe nach deinem Wort.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Nachdem der Apostel in Milet vom Schiff gegangen ist, lässt er die Ältesten der Gemeinde von Ephesus zu sich rufen, um sich vor seiner Abreise von ihnen zu verabschieden. Er möchte ihnen sein „pastorales Testament" hinterlassen, da sie die Verantwortlichen der Gemeinde sein werden. Er erinnert in seiner Rede zunächst an sein eigenes Zeugnis: „Ihr wisst, wie ich ... die ganze Zeit in eurer Mitte war." Der Apostel ist sich sehr wohl bewusst, dass die „Ältesten" Vorbilder für die Herde sein müssen. Paulus zeigt sich ihnen selbst als vorbildlichen Hirten, indem er sie an die Beispielhaftigkeit seines Verhaltens während der letzten drei Jahre erinnert, in denen er bei ihnen gelebt hat. Er fasst das Hirtendasein in einem einzigen Wort zusammen: „Diener". Er sagt zu den Ältesten: „Ihr wisst, wie ich ... die ganze Zeit in eurer Mitte war und wie ich dem Herrn in aller Demut diente unter Tränen und vielen Prüfungen". Paulus betrachtet also seinen Dienst als „Dienst am Herrn". So hat Jesus uns den Weg gewiesen, auch den Weg der Weitergabe des Evangeliums. Es ist tatsächlich die Sanftmütigkeit, die die Herzen öffnet und sie zum Hören auf das Evangelium und zur Begegnung mit Gott befähigt. Paulus vertraut daraufhin den Ältesten an, dass er nicht aus einer eigenen Laune heraus, sondern vom Geist angetrieben nach Jerusalem gehen will. Er weiß nicht genau, was auf ihn zukommt, aber er ist sich bewusst, dass ihm Widerstände bevorstehen und er Prüfungen bestehen muss. Er spricht von Drangsalen und deutet auch den Tod an. Das „Martyrium" ist im Evangelium von wesentlicher Bedeutung. Der bekannte evangelische Bibelforscher des vergangenen Jahrhunderts Albert Schweitzer, der in Afrika in einem Haus für Leprakranke lebte, schrieb: „Wir müssen wieder fähig werden, in uns das zu spüren, was an Jesus heldenhaft ist... Nur so werden unser Christsein und unser Verständnis von der Welt das Heldentum wiederfinden und Leben gestalten." Erzbischof Romero sagte, dass das Martyrium die Hingabe des Leben für den Herrn und für die anderen ist, ob nun mit Blut oder auf andere Weise, das ist nicht von Bedeutung. Was zählt, ist die vollkommene Hingabe, damit das Evangelium verkündet wird.