Gedenken an die Mutter des Herrn

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Lesung des Wortes Gottes

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Der Geist des Herren ruht auf dir,
der von dir geboren wird, wird heilig sein.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Das Buch Numeri 21,4-9

Die Israeliten brachen vom Berg Hor auf und schlugen die Richtung zum Roten Meer ein, um Edom zu umgehen. Das Volk aber verlor auf dem Weg die Geduld, es lehnte sich gegen Gott und gegen Mose auf und sagte: Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt? Etwa damit wir in der Wüste sterben? Es gibt weder Brot noch Wasser und es ekelt uns vor dieser elenden Nahrung. Da schickte der HERR Feuerschlangen unter das Volk. Sie bissen das Volk und viel Volk aus Israel starb. Da kam das Volk zu Mose und sagte: Wir haben gesündigt, denn wir haben uns gegen den HERRN und gegen dich aufgelehnt. Bete zum HERRN, dass er uns von den Schlangen befreit! Da betete Mose für das Volk. Der HERR sprach zu Mose: Mach dir eine Feuerschlange und häng sie an einer Stange auf! Jeder, der gebissen wird, wird am Leben bleiben, wenn er sie ansieht. Mose machte also eine Schlange aus Kupfer und hängte sie an einer Stange auf. Wenn nun jemand von einer Schlange gebissen wurde und zu der Kupferschlange aufblickte, blieb er am Leben.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Hier sind, Herr, deine Diener,
uns geschehe nach deinem Wort.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Der Abschnitt aus dem Buch Numeri berichtet von einem der schwierigsten Augenblicke auf dem Weg des Volkes Israel durch die Wüste. Durch Mühen entkräftet zeigen die Israeliten vor Gott und Mose ihre ganze Unzufriedenheit. Letztlich trauern sie sogar der Zeit der Knechtschaft in Ägypten nach. Wir wissen genau, dass dann, wenn wir der Vergangenheit nachtrauern, wenn unser Traum verblasst, wenn wir auf die Vision und den Plan verzichten, an dem teilzuhaben wozu Gott uns auffordert, die Sehnsucht nach der Vergangenheit und das Jammern unsere vorherrschenden Gefühle sind. So kommen Giftschlangen herbei, beißen und töten die Menschen. Nicht Gott sendet die Schlangen, wir selbst verbreiten Gift im Leben und werden letztlich mit unseren Zungen wie diese Giftschlangen, die sogar den Tod bringen. Im Bewusstsein der Sünde wenden sich die Israeliten schließlich an Mose, damit er beim Herrn Fürsprache einlegt. Wieder einmal greift der Herr ein. Er lässt eine Schlange aus Kupfer anfertigen und im Lager aufstellen, damit die zu ihr aufschauen, die gebissen wurden, und so am Leben bleiben. Die Wüste, die auch durch das von Menschen verbreitete Gift zu einem Ort des Todes geworden ist, wird durch diese an einer Fahnenstange aufgehängte Schlange in einen Ort des Heils verwandelt. Wenn wir die abschließenden Worte dieser Bibelstelle hören, werden wir direkt auf das Kreuz hingewiesen, das in wenigen Tagen auf Golgota aufgerichtet wird und das wir alle betrachten und im Herzen aufnehmen sollen. In dieser Fastenzeit sind die uns täglich begleitenden Bibelabschnitte eine nützliche Hilfe, damit unsere Augen gereinigt werden und wir auf den blicken, der zu unserem Heil durchbohrt wurde.