Gedenken an die Armen

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Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das zweite Buch Samuel 5,1-7.10

Alle Stämme Israels kamen zu David nach Hebron und sagten: Wir sind doch dein Fleisch und Bein. Schon früher, als noch Saul unser König war, bist du es gewesen, der Israel hinaus und wieder nach Hause geführt hat. Der HERR hat zu dir gesagt: Du sollst der Hirt meines Volkes Israel sein, du sollst Israels Fürst werden. Alle Ältesten Israels kamen zum König nach Hebron; der König David schloss mit ihnen in Hebron einen Vertrag vor dem HERRN und sie salbten David zum König von Israel. David war dreißig Jahre alt, als er König wurde, und er regierte vierzig Jahre lang. In Hebron war er sieben Jahre und sechs Monate König von Juda und in Jerusalem war er dreiunddreißig Jahre König von ganz Israel und Juda. Der König zog mit seinen Männern nach Jerusalem gegen die Jebusiter, die in dieser Gegend wohnten. Die Jebusiter aber sagten zu David: Du kommst hier nicht herein; vielmehr werden dich die Lahmen und die Blinden vertreiben. Das sollte besagen: David wird hier nicht eindringen. Dennoch eroberte David die Burg Zion; sie wurde die Stadt Davids. David wurde immer mächtiger und der HERR, der Gott der Heerscharen, war mit ihm.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Dieser Abschnitt erzählt vom Moment der Einsetzung Davids als König von ganz Israel. Die Stämme des Nordens entscheiden sich, sich mit David zu verbünden und schlagen ihm vor, auch über Israel zu herrschen. Das Reich wurde seit dem Mord an Ischbaal und seinem Heerführer Abner nicht regiert. In beiden Fällen macht das Verhalten Davids betroffen. Er freut sich nicht über die Trauer, die über das Haus Sauls gekommen ist, obwohl dadurch der Weg zur Vereinigung der Nation geebnet wird. David will sein Reich nicht auf Blut gründen. Die verschiedenen Stämme entscheiden, sich um David als einzigen König zu versammeln. David ist dazu bereit, weil er in allem den Willen Gottes erkennt. Er weiß, dass er nicht durch eigene Verdienste König wird, sondern durch das Werk Gottes, der ihn an Stelle von Saul erwählt hat, als dieser sich der Gabe des Königtums für unwürdig erwies. Zwei Ereignisse besiegeln die Festigung der Herrschaft Davids: die Einnahme der Burg Zion, die die Hauptstadt des vereinigten Reiches wird und der Sieg über die Philister (2 Sam 5,17-25). Die Eroberung der „Burg Zion" wird als ein brillantes und geniales Unterfangen Davids gezeigt. Die Burg war eine kleine Insel, die wegen ihrer strategischen Lage intakt geblieben war und vom Stamm Benjamin, zu dessen Gebiet sie gehörte, nicht erobert werden konnte. Die Schwierigkeit des Unterfangens wird durch den Spott der Belagerten unterstrichen, deren Sprichwort besagt, dass es noch nie jemandem gelungen war, in ihre Festung einzudringen, selbst wenn diese nur von Blinden und Lahmen verteidigt würde. David versteht, dass er nach Einnahme der Festung diese zur Hauptstadt des vereinigten Reiches machen könnte. So sicherte er für das Reich eine Hauptstadt, die fast im Zentrum des Landes lag, auf halbem Weg zwischen Judäa und Israel, in einer neutralen Zone, die niemand aus territorialen oder ideologischen Gründen für sich in Anspruch nehmen konnte. Zion wird die Stadt Davids genannt werden.