Gebet an Ostern

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In Israel wird der Gedenktag an die Schoah begangen und an die Vernichtung des jüdischen Volkes durch die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs erinnert.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Christus ist von den Toten auferstanden
und er stirbt nicht mehr,
er erwartet uns in Galiläa.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Apostelgeschichte 4,13-21

Als sie den Freimut des Petrus und des Johannes sahen und merkten, dass es ungebildete und einfache Leute waren, wunderten sie sich. Sie erkannten sie als Jünger Jesu, sahen aber auch, dass der Geheilte bei ihnen stand; so konnten sie nichts dagegen sagen. Sie befahlen ihnen, den Hohen Rat zu verlassen; dann berieten sie miteinander und sagten: Was sollen wir mit diesen Leuten anfangen? Dass ein offenkundiges Zeichen durch sie geschehen ist, das ist allen Einwohnern von Jerusalem bekannt; wir können es nicht abstreiten. Damit aber die Sache nicht weiter im Volk verbreitet wird, wollen wir ihnen unter Drohungen verbieten, je wieder in diesem Namen zu irgendeinem Menschen zu sprechen. Und sie riefen sie herein und verboten ihnen, jemals wieder im Namen Jesu zu verkünden und zu lehren. Doch Petrus und Johannes antworteten ihnen: Ob es vor Gott recht ist, mehr auf euch zu hören als auf Gott, das entscheidet selbst. Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben. Jene aber drohten ihnen noch mehr und ließen sie dann gehen; denn sie sahen keine Möglichkeit, sie zu bestrafen, mit Rücksicht auf das Volk, da alle Gott wegen des Geschehenen priesen.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Christus ist von den Toten auferstanden
und er stirbt nicht mehr,
er erwartet uns in Galiläa.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Bericht über das Verhör von Petrus und Johannes durch die Ältesten und Schriftgelehrten nach der Heilung des Gelähmten wird fortgesetzt. Sie wundern sich über den "Freimut", mit dem die beiden Jünger Jesu auf ihre Fragen antworten, und auch über ihr Verständnis, da sie doch "ungebildete und einfache Leute waren". Die Apostelgeschichte unterstreicht die Macht der Worte der beiden Jünger, die noch dazu durch die Anwesenheit des geheilten Gelähmten bezeugt wird. Es war offensichtlich, dass hier etwas Neues vorlag. Diese Richter erleben die Auswirkungen der machtvollen Worte des Evangeliums. Daher kommen das Staunen und auch die Furcht vor einer möglichen Reaktion der Leute, falls sie eine Verurteilung aussprechen würden. Diese Ältesten wollen die Apostel daher durch Drohungen einschüchtern. Doch das Evangelium hatte auch die Herzen von Petrus und Johannes ganz und gar verwandelt. Sie waren nun nach dem Herabkommen des Geistes stark geworden. "Ob es vor Gott recht ist, mehr auf euch zu hören als auf Gott, das entscheidet selbst. Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben." Das ist keine arrogante und auch keine trotzige Antwort. Darin wird nur die Wahrheit der eigenen Lebenserfahrung festgestellt; sie ist auch beispielhaft für die Weitergabe des Evangeliums. Petrus und Johannes wissen genau, dass sie nicht schweigen dürfen, und sie haben keine Angst mehr. Schweigen hätte bedeutet, dass sie sich vom Evangelium distanzieren. Wer das Evangelium im Herzen trägt, muss es unbedingt weitergeben, sollte es auch das eigene Leben kosten. Er muss es aber so tun, dass es etwas bewirkt und respektvoll geschieht. Das Christentum wirkt mehr durch Attraktivität als durch Überzeugungskraft.