Gebet an Ostern

Teilen Auf

Gedenktag des heiligen Adalbert, Bischof von Prag, der in Ostpreußen den Märtyrertod erlitt († 997), wo er das Evangelium verkündet hatte. Lange Zeit hielt er sich in Rom auf, wo sein Andenken in der Basilika San Bartolomeo auf der Tiberinsel verehrt wird.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Christus ist von den Toten auferstanden
und er stirbt nicht mehr,
er erwartet uns in Galiläa.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Apostelgeschichte 2,36-41

Mit Gewissheit erkenne also das ganze Haus Israel: Gott hat ihn zum Herrn und Christus gemacht, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt. Als sie das hörten, traf es sie mitten ins Herz und sie sagten zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, Brüder? Petrus antwortete ihnen: Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung eurer Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch und euren Kindern gilt die Verheißung und all denen in der Ferne, die der Herr, unser Gott, herbeirufen wird. Mit noch vielen anderen Worten beschwor und ermahnte er sie: Lasst euch retten aus diesem verdorbenen Geschlecht! Die nun, die sein Wort annahmen, ließen sich taufen. An diesem Tag wurden ihrer Gemeinschaft etwa dreitausend Menschen hinzugefügt.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Christus ist von den Toten auferstanden
und er stirbt nicht mehr,
er erwartet uns in Galiläa.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Worte der ersten Predigt des Apostels Petrus machten die Zuhörer betroffen. Die Apostelgeschichte schreibt: Da "traf es sie mitten ins Herz". Jede Predigt muss dieses Ziel verfolgen: das Herz der Zuhörer zu erreichen und ins Herz zu treffen, damit es sich Fragen stellt. Der Hebräerbrief schreibt, dass das Wort Gottes wie ein zweischneidiges Schwert ist und bis in die Tiefen des Herzens dringt. Als die Zuhörer im Herzen betroffen sind, wenden sie sich sogleich mit einer grundlegenden Frage an Petrus, die einfach, aber unabdingbar ist: "Was sollen wir tun?" Diese Frage muss jede Predigt erzeugen. Als Antwort bietet Petrus das Evangelium als Sauerteig für eine neue Gesellschaft an, als Energie für eine neue Art, die Beziehungen unter den Menschen zu verstehen und zu gestalten. Das Evangelium erhebt nämlich nicht den Anspruch, ein perfektes soziales Programm zu diktieren. Das Evangelium fordert die Umkehr des Herzens. Denn durch die Veränderung des Herzens beginnt die Veränderung der Welt. Wenn die Männer und Frauen kein Herz aus Stein mehr haben, sondern ihr Herz mit dieser Liebe erfüllen lassen, dann werden sie bereit, ihr Leben für die anderen hinzugeben. Wer das Evangelium aufnimmt, ist nicht mehr Sklave von Einsamkeit und Egoismus, sondern hat Anteil am Sieg der Liebe über den Hass, am Sieg des Lebens über den Tod. Lukas berichtet: "Die nun, die sein Wort annahmen, ließen sich taufen. An diesem Tag wurden ihrer Gemeinschaft etwa dreitausend Menschen hinzugefügt." Das Evangelium schuf die Gemeinschaft. Die Züge dieser neuen Gemeinschaft werden deutlich dargestellt: das Hören auf die Lehre der Apostel, die geschwisterliche Gemeinschaft, das Brechen des Brotes, das Gebet und die Gütergemeinschaft.
Diese Beschreibung gilt für jede christliche Gemeinschaft damals wie heute. Jede christliche Generation ist berufen, an diesem Abschnitt der Apostelgeschichte Maß zu nehmen, auch wir. Wenn über Kirchenreform gesprochen wird, soll eben von dieser "Form" der Urgemeinde ausgegangen werden. Diese Prophetie schlägt die Apostelgeschichte uns weiterhin vor, damit auch wir sie umsetzen können.