Vorabend des Sonntags

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Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Apostelgeschichte 18,23-28

Nachdem er dort einige Zeit geblieben war, zog er weiter, durchwanderte zuerst das galatische Land, dann Phrygien und stärkte alle Jünger. Ein Jude namens Apollos kam nach Ephesus. Er stammte aus Alexandria, war redekundig und in der Schrift bewandert. Er war unterwiesen im Weg des Herrn. Er sprach mit glühendem Geist und trug die Lehre von Jesus genau vor; doch kannte er nur die Taufe des Johannes. Er begann, mit Freimut in der Synagoge zu sprechen. Priscilla und Aquila hörten ihn, nahmen ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes noch genauer dar. Als er nach Achaia gehen wollte, schrieben die Brüder den Jüngern und ermunterten sie, ihn aufzunehmen. Nach seiner Ankunft wurde er den Gläubigen durch die Gnade eine große Hilfe. Denn mit Nachdruck widerlegte er die Juden, indem er öffentlich aus der Schrift nachwies, dass Jesus der Christus sei.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Dies ist die einzige Stelle, an der in der Apostelgeschichte Apollos genannt wird. Paulus spricht von ihm im ersten Korintherbrief, den er in Ephesus während seiner dritten Reise geschrieben hat und somit nach der Tätigkeit von Apollos bei den Christen von Korinth. Das Urteil des Paulus im Brief ist auf der Linie dessen, was an dieser Stelle in der Apostelgeschichte ausgesagt wird: Apollos ist "redekundig und in der Schrift bewandert" und seine apostolische Tätigkeit ist von der Gnade begleitet. Dennoch wissen wir, dass auch Apollos für den Apostel ein Grund zur Sorge war, aufgrund der zwei Gruppierungen, die sich unter den Christen in Korinth gebildet hatten. Die eine Gruppierung hielt es mit Paulus, die andere mit Apollos. Der Apostel, der sich sorgte, dass eine derartige Polarisierung die christliche Gemeinschaft zerreißen könnte, greift mit Entschlossenheit ein, damit die Trennung sich nicht verschärft. Er schreibt den Korinthern: "Was ist denn Apollos? Und was ist Paulus? Diener, durch die ihr zum Glauben gekommen seid, und jeder, wie der Herr es ihm gegeben hat: Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber ließ wachsen." (1 Kor 3,5). Und dann fügt er hinzu: "Brüder und Schwestern, ich habe das auf mich und Apollos bezogen, und zwar euretwegen, damit ihr an uns lernt: Nicht über das hinaus, was in der Schrift steht, dass also keiner zugunsten des einen und zum Nachteil des anderen sich wichtigmachen darf." (1 Kor 4,6). Es ist wichtig, den leidenschaftlichen Einsatz des Paulus für die Einheit der christlichen Gemeinde wahrzunehmen. Im Brief lobt er auch die Predigt des Apollos, aber er warnt die Christen, dass der Stolz, der in den Herzen der Gläubigen immer lauert, ein Gift werden kann, das die Gemeinde trennt und sie schließlich zerstört. Bedeutsam ist die Tat von Priszilla und Aquila, die Apollos in ihr Haus aufnehmen und ihm helfen, die Botschaft des Evangeliums noch besser zu verstehen. Es ist notwendig, am Leben der Gemeinde teilzunehmen, um die tiefe Wahrheit des Evangeliums verstehen zu können.